In this article, you will learn
- how to create a static barcode/QR code without uploading a CSV file,
- how to generate a variable barcode/QR code based on a CSV file, and
- which formatting options are available when working with barcodes/QR codes.
1. Introduction
The creation of static and variable barcodes and QR codes is one of the fundamental applications in the production of machine-readable data carriers. In addition to traditional applications, variable codes are also used in certain regions as a design element for customized layouts.
The content to be encoded can either be generated in an external application and provided as a CSV file, or created directly within the VDP Editor. In the VDP Editor, this is achieved by combining variable strings with sequential serial numbers, without the need for an external file.
Typical use cases for barcodes and QR codes include:
- Product Identification – applying article numbers to packaging for fast capture in kiosk and point-of-sale systems.
- Lot Numbers – generating unique identifiers, for example for raffles or lotteries.
- Badge Numbers – creating combined numbering schemes with sequential numbering and additional text.
- Parcel Identification – providing information for automated capture and control of logistic processes.
- Business Cards – storing structured data such as contact information on cards or ID documents.
- Posters and Promotional Materials – encoding URLs for direct access to additional information.
- ID Cards and Badges – creating access credentials, for example for events, trade fairs, or fitness facilities.
VDP Editor Overview
A detailed description of the VDP Editor, including the structure of CSV files as well as the creation of serial numbers and variable fill and strokes, can be found in the chapter VDP Editor.
Overview of all Barcodes and QR Codes
An overview of all available barcodes and QR codes can be found in the chapter Supported Barcodes and QR codes. In addition to a list of all supported code types this chapter also provides a description of their respective use cases.
2. Create Variable Barcode
Für die beispielhafte Beschreibung zum Anlegen und Bearbeiten eines QR-Codes wird ein Code-128-Barcode auf Basis von Werten erzeugt, die in einer CSV-Datei bereitgestellt werden. Die Platzierung erfolgt auf einer farbigen Hintergrundfläche innerhalb des Motivs, wobei die Ausgabe in der definierten Größe und den vorgegebenen Proportionen erfolgt.
Dabei werden alle erforderlichen Attribute berücksichtigt, einschließlich der Klarschrift (Textanzeige) sowie der Einhaltung der notwendigen Sicherheitsbereiche (Ruhezonen).
Zur Umsetzung dieses Anwendungsfalls sind die folgenden Schritte erforderlich:
- Öffnen Sie den gewünschten Artikel bzw. das entsprechende Motiv im VDP-Editor.
- Wählen Sie das VDP-Barcode-Werkzeug [1] aus oder verwenden Sie das Tastenkürzel
B. - Ziehen Sie den Barcode-Platzhalter von der linken oberen bis zur rechten unteren Ecke der zentralen weißen Fläche auf. Die Position (X/Y) [3] sowie Breite und Höhe [4] können jederzeit im Einstellungsbereich Transformieren angepasst werden. Die rote Darstellung des Rechtecks [2] kennzeichnet den Platzhalter als Element auf der obersten VDP-Ebene.
Figure 1: Der VDP-Editor beim Aufziehen des Rechtecks mit dem Barcode-Werkzeug
- Nachdem die Maustaste losgelassen wurde, wird ein Dummy für einen invaliden Barcode im Platzhalterrahmen [6] angezeigt.
- Zusätzlich wird eine Warnmeldung [5] angezeigt, die die Anwender darauf hinweist, dass ein ungültiger Barcode – entweder fehlt der zu erzeugende Inhalt oder es wurde ein nicht erlaubtes Zeichen in der CSV-Datei oder in der Direkteingabe verwendet – angezeigt wird.
Figure 2: Der VDP-Editor mit dem Platzhalterbild eines nicht validen Barcodes
- Um den Platzhalter mit den erforderlichen Daten zu befüllen, klicken Sie im Einstellungsbereich Allgemeine Einstellungen auf das Symbol Datei hochladen [7].
- Anschließend öffnet sich der Dialog CSV-Datei hinzufügen. Wählen Sie die gewünschte CSV-Datei per Drag-and-drop oder über die Dropzone aus.
Figure 3: Der Dialog CSV-Datei hinzufügen
- Wählen Sie im Dialog die gewünschten Einstellungen aus und schließen Sie den Vorgang mit Speichern ab.
- Wechseln Sie anschließend in den Reiter Inhalt [9], um die Werte für den Barcode zu definieren.
- Wählen Sie im Auswahlmenü Datenquelle [10] den gewünschten Eintrag aus (z. B. Spaltentitel). Daraufhin werden folgende Optionen angezeigt:
- Spaltentitel [11] – wählen Sie den Spaltentitel aus der CSV-Datei, der die gewünschten Werte enthält – in diesem Beispiel NUMBER.
- Eintrag beschneiden [12] – optional kann der Dateneintrag angepasst werden. Folgende Varianten stehen zur Verfügung:
- Vom Anfang – eine positive Zahl entfernt die entsprechende Anzahl an Zeichen vom Anfang der Zeichenkette (z. B. 3 → 00_Textkette_01 wird zu Textkette_01). Eine negative Zahl reduziert die Zeichenkette auf die angegebene Anzahl an Zeichen vom Ende aus (z. B. 2 → 00_Textkette_01 wird zu 01).
- Ab Position – legt fest, wie viele Zeichen der Zeichenkette – beginnend am Anfang – verwendet werden (z. B. 7 → 00_Textkette_01 wird zu 00_Text).
- Die ausgewählten Daten aus der CSV-Datei werden dem Barcode zugewiesen. Im Bereich Vorschau [13] werden die hinterlegten Inhalte angezeigt.
Figure 4: Der Reiter Inhalt mit den definierten Werten aus der CSV-Datei
Um den Barcode nun noch zu bearbeiten bzw. anzupassen, wechseln Sie in den Reiter Formatierung [14]. Darin finden Sie Einstellungen zum Code, zur verwendeten Schrift, zur Farbe sowie zum Hintergrund. In diesem Schritt soll der hinterlegte Text angezeigt, die Farbe des Barcodes variable änderbar sowie der Hintergrund statisch eingefärbt werden. Hierfür sind folgende Schritte erforderlich:
- Wechseln Sie in den Reiter Formatierung [14] und öffnen Sie den Einstellungsbereich Barcode-Einstellungen [15].
- Wählen Sie den gewünschten Typ [16] für den Barcodes aus. Für dieses Beispiel wird der Code 128 verwendet.
- Unterhalb des Typs finden Sie unterschiedliche Themenbereiche, die sich je nach ausgewählten Typ unterscheiden. Öffnen Sie das Auswahlmenü Textoptionen [17].
- Aktivieren Sie darin die Option Text anzeigen [18], um den hinterlegten Inhalt des Barcodes anzuzeigen. Definieren Sie anschließend die Platzierung [19] – unterhalb oder oberhalb des Barcodes – des Textes. Für dieses Beispiel wird der Text unterhalb des Barcodes platziert.
- Bestimmen Sie abschließend noch den Abstand [20] zwischen Text und Barcode.
Figure 5: Der Reiter Formatierung mit geöffnetem Einstellungsbereich Textoptionen
- Öffnen Sie im selben Reiter den Bereich Schrifteinstellungen [21]. Hier können Schriftfamilie, Schriftschnitt und Schriftgröße angepasst werden. Definieren Sie die gewünschten Einstellungen entsprechend Ihren Anforderungen.
Figure 6: Der Einstellungsbereich Schrifteinstellungen mit den definierten Werten
- Öffnen Sie im Bereich Barcode-Einstellungen [15] (Abbildung 5) den Abschnitt Sicherheitsbereich [22].
- Definieren Sie für Oben, Unten, Links und Rechts [23] die gewünschte Ruhezone.
Figure 7: Der Reiter Formatierung mit eingestelltem Sicherheitsabstand
Zum Abschluss können noch die Farbe des Barcodes sowie die Hintergrundfarbe definiert werden. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Wechseln Sie in den Reiter Format und öffnen Sie den Bereich Color Settings [24], um die Farbe des Barcodes festzulegen.
- Wählen Sie die Option Color Picker [25]. Damit kann eine Farbe statisch definiert werden.
- Definieren Sie die gewünschte Farbe entweder über einen CMYK color values [26], über den Farbwähler oder durch Auswahl einer system-wide Spot Color [27]. Im Beispiel wird die Sonderfarbe Barcode verwendet.
Figure 8: The tab Format with the settings sections Color Settings and Background expanded
- Die Hintergrundfarbe kann im Bereich Hintergrund [28] definiert werden und bezieht sich auf den gesamten Barcode-Platzhalter. Öffnen Sie dazu den entsprechenden Einstellungsbereich.
- Wählen Sie die Option Datenquelle [29], um einen variablen Hintergrund zu verwenden.
- Legen Sie als Datenquelle den Eintrag Spaltentitel [30] fest und wählen Sie im Auswahlmenü Spaltentitel [31] die Spalte aus, die die Farbwerte für den Hintergrund enthält.
- Wählen Sie abschließend den passenden Farbraum [32], in dem die Hintergrundfarben definiert sind. Der Hintergrund wird nun entsprechend der Farbwerte aus der CSV-Datei eingefärbt.
3. Additional Options
Neben den beschriebenen grundlegenden Bearbeitungsmöglichkeiten stehen im VDP-Editor weitere umfangreiche Funktionen zur Verfügung, mit denen sich Barcodes und QR-Codes präzise an spezifische Anforderungen anpassen lassen. Dazu zählen unter anderem erweiterte Einstellungen zur Darstellung, Datenverarbeitung, Formatierung sowie zur Integration variabler Inhalte.
Diese zusätzlichen Optionen ermöglichen eine flexible Gestaltung und gewährleisten gleichzeitig die technische Korrektheit und Lesbarkeit der Codes im Produktionsprozess. Im folgenden Abschnitt finden Sie eine Beschreibung aller verfügbaren Barcode-Einstellungen für den Barcode-Typ Code 128 im VDP-Editor.
3.1. Code-specific Options
Abhängig vom gewählten Barcode-Typ stehen codespezifische Optionen zur Verfügung, über die typische Einstellungen für den jeweiligen Barcode vorgenommen werden können. Für den Barcode-Typ Code 128 ist in diesem Bereich die Strichbreitenreduktion verfügbar.
Folgende Einstellungen können in diesem Bereich vorgenommen werden:
- Strichbreitenreduktion [33] – durch Eingabe eines positiven Wertes wird die Strichbreite um den eingegebenen Wert reduziert. Negative Werte sind nicht erlaubt. Die Reduzierung der Strichbreite dient der Kompensation von Punktzuwachs, der im Druckprozess zu breiteren Balken und kleineren Zwischenräumen führt. Je nach Druckverfahren sind unterschiedliche Korrekturwerte erforderlich. Mit kleiner werdenden Barcodes steigen die Anforderungen an die Genauigkeit. Auch die Ausrichtung zur Druckrichtung kann das Ergebnis beeinflussen. Die Anpassung ist insbesondere bei Laser- und Inkjetdruckern sinnvoll, beispielsweise bei zu hoher Farbsättigung.
- Vorder- mit Hintergrund tauschen [34] – aktivieren Sie diese Option, wenn der Vordergrund des Barcodes mit dem Hintergrund getauscht werden soll. Der Barcode wird dadurch invertiert.
Figure 9: Die Einstellungsmöglichkeiten im Bereich Codespezifische Optionen
3.2. Text Options
Mithilfe der Textoptionen kann der hinterlegte Inhalt des Barcodes bzw. QR-Codes in Textform angezeigt werden. Neben der Einstellung der Platzierung – oben oder unten – kann auch der Abstand zum Code selbst definiert werden.
Folgende Möglichkeiten stehen in diesem Bereich zur Verfügung:
- Show Text [35] – aktivieren Sie diese Option, wenn der Inhalt des Barcodes bzw. QR-Codes als Zeichenkette angezeigt werden soll.
- Placement [36] – wählen Sie im Auswahlmenü aus, wo der Text platziert werden soll. Zur Auswahl stehen oben (oberhalb des Codes) oder unten (unterhalb des Codes).
- Distance [33] – definieren Sie den Abstand zwischen Text und dem Code. Hinweis: Dieser Abstand gilt nur für 1D-Codes.
Figure 10: Die Einstellungsmöglichkeiten im Bereich Textoptionen
3.3. Quiet Zone
Mithilfe des Sicherheitsabstands kann eine Ruhezone für Top, Bottom, Left und Right des Codes sowie die zu verwendende Length Unit definiert werden. Die Ruhezone ist ein druckfreier Bereich ohne Markierungen vor bzw. nach sowie ober- und unterhalb des Barcodes und unterstützt die zuverlässige Erkennung durch den Scanner. In der Regel sollte die Ruhezone mindestens der zehnfachen Modulbreite oder mindestens 6,5 mm (¼ Zoll) entsprechen. Der konkrete Wert hängt vom verwendeten Barcode-Typ ab.
Figure 11: The settings options in the section Quiet Zone
3.4. Prüfmethode
Für jeden Code-Typ steht eine Prüfmethode zur Verfügung, mit der der Inhalt des Barcodes bzw. QR-Codes auf seine Richtigkeit überprüft werden kann. Die häufigste Prüfungsvariante ist die Checksum. Die Prüfsumme ist die Zahl, die sich am Ende eines Codes befindet. Sie dient der Überprüfung, ob die im Barcode enthaltenen Informationen korrekt eingegeben wurden. Dabei wird das Ergebnis der Dekodierungsberechnung mit dem Wert der Prüfsumme verglichen, um die Richtigkeit der codierten Daten sicherzustellen.
Abhängig vom gewählten Code stehen unterschiedliche Berechnungen für die Prüfsumme zur Verfügung. Sie können über das Auswahlmenü die gewünschte Variante auswählen.
Figure 12: The settings options in the section Check Methods
3.5. Encoding
Für die Encoding der Codes wird in der Applikation $PRODUCT_NAME_WORKFLOW eine Codepage verwendet. Eine Codepage ist eine Zeichenkodierung, die die eindeutige Zuordnung von druckbaren Zeichen sowie Steuerzeichen zu numerischen Werten beschreibt. In der Regel entspricht jeder Wert dem Binärcode eines einzelnen Bytes. Im Auswahlmenü stehen alle Codepages, die in der Applikation angeboten werden, zur Verfügung.
Figure 13: The settings options in the section Encoding
3.6. Bear Bars
Für manche Code-Typen stehen Trägerbalken zur Verfügung. Bearer Bars (Trägerbalken) sind zusätzliche Linien, die bei bestimmten 1D-Barcodes, insbesondere bei ITF (Interleaved 2 of 5), um den Code platziert werden. Sie dienen der Vermeidung von Teilscans, erhöhen die Lesesicherheit und können das Druckbild stabilisieren. Für 2D-Codes, wie QR-Codes, werden keine Bearer Bars verwendet.
Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
- Position [38] – wählen Sie im Auswahlmenü aus, wo die Bearer Bars platziert werden sollen. Zur Verfügung stehen die Möglichkeiten Oben, Unten, Oben-unten und Keine.
- Width [39] – definieren Sie hier die Breite der Trägerbalken.
Figure 13: The settings options in the section Bear Bars
3.7. Resolution
Die Auflösung von Barcodes bestimmt die Feinheit der dargestellten Strukturen und beeinflusst direkt die Lesbarkeit. Für eine zuverlässige Erfassung muss die Auflösung an Barcode-Typ, Größe und Druckverfahren angepasst werden.
Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
- Module Width [40] – geben Sie hier die gewünschte Modulbreite ein. Die Modulbreite (X-Dimension) beschreibt die Größe des kleinsten Elements (Balken oder Zwischenraum) eines Barcodes und kann in Millimetern, Zoll oder Mils (1 mil = 1/1000 Zoll) angegeben werden. Sie wird üblicherweise mit dem Buchstaben X bezeichnet. Die minimale Modulbreite ist abhängig von der verwendeten Symbologie. In den meisten Spezifikationen wird eine Modulbreite von mindestens 0,19 mm empfohlen.
- Horizontal [41] – geben Sie hier die gewünschte horizontale Auflösung ein. Die Angabe der horizontalen Auflösung ermöglicht eine Optimierung der Modulbreite zur Sicherstellung einer gleichmäßigen Darstellung von Balken und Zwischenräumen und verbessert damit die Lesbarkeit des Barcodes. Bei Drucksystemen mit einer Auflösung von über 300 dpi ist eine Modulbreitenoptimierung in der Regel nicht erforderlich.
- Vertical [42] – geben Sie hier die gewünschte vertikale Auflösung ein. Die Angabe der vertikalen Auflösung ermöglicht eine Optimierung der Modulbreite zur Sicherstellung einer gleichmäßigen Darstellung von Balken und Zwischenräumen und verbessert damit die Lesbarkeit des Barcodes. Bei Drucksystemen mit einer Auflösung von über 300 dpi ist eine Modulbreitenoptimierung in der Regel nicht erforderlich.
Figure 14: The settings options in the section Resolution
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